Unter einer Fachhochschule versteht man eine Hochschulform, bei Studenten, die dadurch, dass sie nicht auf einem Gymnasium ihr Abitur gemacht haben, dennoch die Möglichkeit haben zu studieren.Das Studienangebot auf einer Fachhochschule bezieht sich auf die Bereiche Natur, Soziales, Technik, Gestaltung, Wirtschaft und Rechtswissenschaften. Wer an einer Fachhochschule studieren möchte, muss ein Abitur, eine fachspezifische Hochschulreife oder die Fachhochschulreife vorweisen.
Voraussetzungen und Studiengänge
Beim Abitur kann die Person, die studieren möchte, jeden Lehrgang besuchen. Bei der fachspezifischen Hochschulreife, kann auch nur in diesem Bereich ein Studium absolviert werden. Meist wird vor dem Zulassen eines Studiums ein fachgerechtes Vorpraktikum abverlangt. Wer sich für einen Diplomstudiengang einschreiben möchte, muss ganz bestimmte Voraussetzungen mit sich bringen. Meist ist es so, dass ein oder zwei Praxissemester bereits vorhanden sein müssen. Erst dann ist es möglich einen Diplomstudiengang zu besuchen. Ein Diplomstudiengang an einer Fachhochschule dauert in der Regel 8 Semester. Die Anzahl der Praxissemester ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Das Ziel ist es, dass der Studierende die Praxis bereits kennenlernt und so auch seine Diplomarbeit vorbereiten kann.
Neben dem Diplomstudiengang gibt es auch den sogenannten Bachelor- und Masterstudiengang. Den Bachelorstudiengang 6 bis 8 Semester. Masterstudiengänge an einer Fachhochschule kann man in 2 bis 4 Semester abschließen.
Träger der Fachhochschulen in den verschiedenen Bundesländern
Fachhochschulen sind in der gesamten Bundesrepublik Deutschland vertreten. Nicht alle Fachhochschulen gehören derselben Trägerschaft an. Da gibt es in Bayern z.B. die Hochschulen mit staatlicher Trägerschaft, die mit kirchlicher und auch welche mit privater Trägerschaft. Auch in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg gibt es diese drei verschiedenen Träger für Fachhochschulen. In Sachsen gibt es neben den staatlichen-, kirchlichen- und privaten Trägern auch noch weitere Fachhochschulen des Freistaates. In den anderen Bundesländern gehören die Fachhochschulen wohl meist in die Trägerschaft des Staates.
Fachhochschulen in anderen Ländern
Nicht nur die Bundesrepublik Deutschland verfügt über Fachhochschulen, sondern es gibt diese auch in Österreich, in der Schweiz, in Liechtenstein und auch in anderen Ländern Europas. In der Schweiz ist die Voraussetzung für den Besuch einer Fachhochschule eine abgeschlossene Berufslehre oder halt ein höherer Schulabschluss und dazu noch ein Praxisjahr. Auch in der Schweiz besteht die Möglichkeit des Bachelors- oder Masterstudiengang. In Österreich sieht das Ganze etwas anders aus. Hier kamen die Fachhochschulen erst 1990 zum Tragen. In Österreich gibt es für die Studenten auch ein Fachhochschul-Studiengesetz. Zu Beginn der Fachhochschulen in Österreich waren die meisten Studiengänge technischer Art. Mittlerweile hat sich dies aber geändert und die Studiengänge liegen jetzt eher im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich. Auch der Freistaat Liechtenstein hat seit 1992 Fachhochschulen. Hier gibt es, wie in Österreich ein Hochschulgesetz. Im restlichen Europa gibt es zwar auch Fachhochschulen, aber der Stellenwert ist dort nicht überall so hoch angesehen wie in Deutschland.
Das Hochschulrahmengesetz
Das Hochschulrahmengesetz gibt es in der Bundesrepublik Deutschland. Es dient als Gesetz zum Hochschulrecht. Das Hochschulrahmengesetz, kurz auch HRG genannt, hat seine ursprüngliche Fassung im Jahre 1976. Danach konnte diese Fassung in Kraft treten. Im Jahre 2007 wurde die aktuellste Fassung des Hochschulrahmengesetzes vorgestellt. Im HRG sind die Voraussetzungen zum Besuch einer Fachhochschule, sowie die Aufgaben der Fachhochschule festgelegt.
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